Bunte Strohhalme

Statusupdate zu „GENESUNGSPROZESS? WENN DANN RICHTIG!“

Vor ca. einem Monat habe ich beschlossen, mein Essen nicht mehr zu restriktieren und auch die Beschränkungen, die ich mir durch meine HPU-Erkrankung auferlegt habe, aufzugeben, um meinen Stress zu reduzieren. Heute möchte ich berichten, wie es mir damit bisher erging und aktuell ergeht.

Die ersten zwei bis drei Wochen: „Alles, was geht“

In den ersten Wochen habe ich wirklich alles gegessen und getrunken, was bisher verboten war. Zusätzlich zu meinem Frühstück (Obstsalat mit Nüssen, Cornflakes und Jogurt) gab es noch eine gute Ladung Nutella mit dem Löffel.

Mittags habe ich meist Sandwiches mit dem billigsten Toastbrot, der billigsten Putenbrust und dem billigsten Kuhmilch-Käse gegessen. Dazu gab es meist noch einen Jogurt oder Götterspeise, was es ohne Kuhmilchprodukte natürlich sonst nicht gab.

Nachmittags habe ich mir einen Bananenquark gemacht, welchen ich schon immer liebte, aber wegen der Kuhmilch-Beschränkung nicht mehr essen konnte.

Abends habe ich weiterhin normal gegessen (wir essen abends immer warm). Als Nachtsnack gab es einen aufgeschäumten Schokopudding vom Aldi und ggf. noch Zartbitterschokolade.

Auswirkungen

Wie hat sich das bei mir ausgewirkt? Nunja, ich habe ja schon länger vermutet, dass ich von Weizen unreine Haut (Pickel) im Gesicht bekomme und das hat sich auch bestätigt. So unreine Haut hatte ich schon seit meiner Pubertät nicht mehr.

Außerdem hatte ich an den Nasenflügeln trockene Stellen, was ich auch dem Weizen zuschreibe.

Ansonsten habe ich mich wunderbar gefühlt. Ich fühlte mich frei und undbeschwert. Es war einfach nur toll. Ich war energiegeladen und hatte nur deshalb Gedanken ans Essen, weil ich mich so darauf freute, endlich wieder von den Lebensmitteln zu essen, die so lange tabu waren.

Die letzten ein bis zwei Wochen: Sättigung tritt ein

So langsam ließ dann der Enthusiasmus nach und eine gewisse Sättigung trat ein. Ich stellte fest, dass ich mich nach meinem Nutella-Frühstück immer total vollgefressen fühlte, weshalb ich die Nutella schon bald wieder wegließ. Anstattdessen esse ich seitdem vormittags immer noch eine Banane, was mir deutlich besser bekommt. Ich muss dieses starke Völlegefühl nicht ertragen, aber mir wird auch nicht mehr so schnell kalt, denn sobald das passiert, gibt es ja bananigen Nachschub.

Die gekaufte Toastbrot mittags habe ich durch selbstgebackenes Dinkelbrot ersetzt, denn vielleicht lagen meine Hautunreinheiten ja gar nicht direkt am Weizen, sondern an anderen Zusatzstoffen des Toastbrots. Ob Dinkel oder Weizen ist mir grundsätzlich egal, aber auf mein Brot mittags wollte ich nicht mehr verzichten.

Nach und nach brauchte ich mittags auch keinen Jogurt und keine Götterspeise mehr. Dafür nam ich nun häufiger Reste unseres Abendessens mit zur Arbeit, da ich feststellte, dass mir ein warmes Mittagessen gut tut, wenn es draußen kühler ist.

Der Bananenquark mittags blieb natürlich 🙂 , genau wie das Abendessen auch.

Den aufgeschäumten Schokopudding hatte ich nach zwei Wochen bereits über, so dass ich ab dann zusätzlich zu einer guten Ladung Zartbitterschokolade noch einen Quark oder Jogurt aß.

Auswirkungen

So richtig kann ich mich an die Änderungen gar nicht mehr erinnern. Die meiner Ansicht nach negativen Auswirkungen der ersten Phase verschwanden allmählich. So wurde meine Haut wieder deutlich besser.

Die Gedanken ans Essen ließen nach, da ich meist gesättigt war und das essen konnte, was ich wollte. Ein großer Fortschritt würde ich sagen. Ich war nicht mehr so ungeduldig, wann es endlich etwas zu essen geben würde, was ich als sehr angenehm empfand!

In diesen vier Wochen nahm ich ca. 5kg an Gewicht zu, was ich zwar spürte, mich aber nicht störte.

Wie wird es weiter gehen? Mit Bedacht!

Nachdem ich nun letzte Woche wieder einen Termin bei meiner Heilpraktikerin hatte, sagte mir diese, Kuhmilchprodukte seien ok, wenn es mich sonst zu sehr stresst. Wenn es geht, solle ich aber auf das Maß achten.

Das heißt, ich werde nach wie vor Weizen meiden, aber auch ohne Schuld essen, wenn es mal irgendwo Pizza, Burger oder Brot gibt.

So ähnlich handhabe ich es auch mit den Kuhmilchprodukten. Zum Frühstück gibt es eben wieder Ziegenjogurt und mittags Ziegenkäse. Meinen Bananenquark wandle ich zum Bananenjogurt um, wobei ich stichfesten Schafjogurt verwenden werde. Wenn mir das aber nicht schmeckt, nehme ich wieder Magerquark 🙂

Abends kann ich mir statt den gekauften Fruchtjogurts und -quarks aus Ziegenjogurt selbst Schokoladen- oder Fruchtjogurt machen oder einfach ein Ei und ein bisschen Obst essen. Die Schokolade steht glücklicherweise nicht zur Debatte, da sie weizen- und kuhmilchfrei ist. 🙂

Ich bin gespannt, wie das funktioniert und ob das schon wieder zu restriktiv ist. Falls das so ist, werde ich eben wieder mehr Kuhmilchprodukte essen, bis das Maß passt. Ich darf also wieder fleißig und achtsam mein Verhalten und meine Gedanken beobachten!

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