11 Ideen für einen achtsamen Lebensstil

Achtsamkeit. Dieses Wort habe ich schon einige Male erwähnt. Aber was bedeutet das eigentlich und wie lebt man achtsam?

Was ist Achtsamkeit?

Laut Duden sind folgende Wörter Synonyme für Achtsamkeit:

  • Aufmerksamkeit
  • Augenmerk
  • Genauigkeit
  • Gründlichkeit
  • Interesse
  • Konzentration
  • Sammlung
  • Sorgfalt
  • Teilnahme
  • Umsicht
  • Vorsicht
  • Wachsamkeit

Wenn man all diese Wörter auf die Aktivität bezieht, die man gerade ausführt, ist Achtsamkeit eigentlich schon erklärt. Achtsamkeit bedeutet, der aktuellen Tätigkeit die volle Aufmerksamkeit zu schenken, die aktuelle Aufgabe genau, gründlich und sorgfältig zu erledigen, Interesse an der Sache oder der Person zu zeigen, konzentriert zu arbeiten oder zuzuhören (nicht nur anderen Personen, auch dem eigenen Körper), am Gespräch oder der jeweiligen Aktivität teilzunehmen, umsichtig mit sich selbst uns seiner Umwelt zu sein, sowie vorsichtig und wachsam durchs Leben gehen.

Wie funktioniert Achtsamkeit?

Und wie ist man nun achtsam? Es klingt sehr einfach, ist aber in der Realität wirklich schwierig: mehrfach täglich einen Moment pausieren. Dabei kann man sich ein schönes Bild vorstellen oder einen Körperscan durchführen. Alternativ kann man sich auch selbst fragen, wie es einem körperlich und seelisch gerade geht. Oder einfach so mal kurz nichts tun.

Es klingt wirklich leichter, als es eigentlich ist. Die erste Schwierigkeit ist, überhaupt daran zu denken. Selbst, wenn man sich eine Erinnerung im Handy stellt, denkt man anfangs daran, aber wenn die Erinnerung zu einem ungünstigen Zeitpunkt kommt, klickt man sie oft einfach nur weg und vergisst es später.

Darum möchte ich hier elf Ideen für Tätigkeiten bzw. Gewohnheiten vorstellen, bei denen man achtsam ist.

11 Ideen für mehr Achtsamkeit

1. Meditation

Meditation ist sozusagen der Inbegriff der Achtsamkeit. Während der Meditation konzentriere ich mich auf nichts anderes als… die Meditation. Das kann die Atmung, ein Bild, ein Mantra oder ein Lied sein. Egal, was es ist, ich bin bei der Sache. Natürlich schweifen die Gedanken dabei ab, aber achtsam ist, wer dies erkennt (Stichwort: Wachsamkeit) und dann wieder zur Meditation zurückkehrt.

2. Dankbar sein

Wer dankbar ist, konzentriert sich auf etwas und ist vermutlich vorsichtig, dass es nicht zerstört wird. Wenn ich nur dankbar für meine Wohnung (sprich: ein Dach über dem Kopf) oder meinen wunderbaren Partner bin, konzentriere ich mich darauf. Dabei lernt man, auf positive Dinge zu achten, also sie zu bemerken.

3. Auf den eigenen Körper hören

Diesen Punkt habe ich oben bereits erwähnt. Es geht ums Spüren. Spüren, wie es mir geht und was mir gut tut. Muss ich jetzt wirklich das Bad putzen oder täte es mir gut, ein Bad zu nehmen? Ist das Workout jetzt wirklich nötig oder würde mir ein Nachmittag in der Sauna gut tun? Muss ich jetzt wirklich lernen oder lege ich mich eine Viertelstunde aufs Sofa, bevor ich anfange?

Ist die getroffene Entscheidung eine Bauch- oder eine Kopfentscheidung? Kopfentscheidungen bereiten mir oft Bauchschmerzen. Aber wenn ich das bemerke, schaffe ich es immer häufiger, gleich die Bauchentscheidung zu treffen (außer es gibt triftige Gründe dagegen).

4. Erholung und Entspannung priorisieren

Dieser Punkt führt eigentlich den letzten fort. Wenn mein Körper mir sagt, dass ich mich ausruhen soll und ich meinen Tag so (um-)strukturieren kann, dass das möglich ist, tue ich es. Das kann auch schon so etwas kleines sein wie das Handy und den Laptop für eine Viertelstunde auszuschalten und keine Anrufe oder Textnachrichten zu beantworten. Stattdessen hat man so eine Viertelstunde Zeit für sich selbst.

5. Lächeln

Das habe ich in letzter Zeit häufiger ausprobiert: im Alltag einfach mal lächeln. Es ist wirklich spannend, wie oft das Lächeln erwidert wird. Ich fühle mich dann immer besser und wette, dass es dem Gegenüber genauso geht.

6. Zeit in der Natur verbringen

Zu diesem Punkt muss ich wahrscheinlich nicht viel sagen. Du kannst wandern, radfahren, spazierengehen, picknicken oder einfach nur auf einer Decke liegen und die Wolken beobachten oder den Vögeln zuhören. Die Verbindung mit der Natur erdet und das tut einfach nur gut!

7. Die eigene Umgebung pflegen

Mit Umgebung meine ich hier beispielsweise die Wohnung, den Garten oder das Auto. Es wirkt Wunder, einfach mal den Schreibtisch aufzuräumen oder den Kleiderschrank auszumisten. Ich genieße es meist, mich von „Altlasten“ zu trennen. Danach fühle ich mich leicht. Chaos und Unordnung sollen sich außerdem negativ auf unsere Konzentrationsfähigkeit auswirken!

8. Einfach nur durchatmen

Wenn wir angespannt und gestresst sind, neigen wir dazu flach zu atmen. Wenn man das erkennt (Achtsamkeit!!), kann man einfach ein paar mal tief durchatmen. Das hilft, den Bauch und das zentrale Nervensystem zu entspannen.

9. Gedanken und Gefühle voneinander trennen

Wir Menschen neigen dazu, uns von unseren Gefühlen übermannen zu lassen. Wenn etwas schlimmes passiert sind wir traurig oder zornig. Da kann es helfen, eine andere Perspektive einzunehmen. Statt „Ich bin traurig.“ heißt es dann „Da ist Trauer.“. Sie ist gerade da, aber sie bestimmt nicht mein komplettes Leben.

Da kommt wieder das Prinzip der Meditation zum Einsatz: Erkennen – Zulassen – Ziehen lassen! Es sind nur Gedanken!

10. Mahlzeiten genießen

Probiere mal, bei deiner nächsten Mahlzeit, sich nur auf dein Essen zu konzentrieren. Keine Musik, kein Gespräch, kein Handy, etc. Und dann nimm dir Zeit!! Du musst nicht in fünf Minuten alles herunterschlingen. Nutze alle Sinne! Nimm dir Zeit zum Tasten, Riechen, Schmecken, Sehen und Hören!

11. Etwas kreatives machen

Kreativität und Achtsamkeit gehen Hand in Hand. Beim Malen, Musizieren, Schreiben, etc. ist man voll bei der Sache. Und wenn es nur ein Kritzelbild in einer Minute ist. Das sind dreißig Sekunden, in denen die Fantasie Zeit hat, sich zu entfalten. Probier es aus!!

Fazit

Achtsamkeit klingt einfach, aber die Umsetzung ist oft schwierig. Ich habe dir elf Ideen an die Hand gegeben, die du in deinen Alltag integrieren und somit Achtsamkeit üben kannst.

Bist du achtsam? Hast du eine oder mehrere der vorgeschlagenen umgesetzt? Hat es geholfen? Ich bin neugierig, wie es dir ergangen ist. Lass mir doch einen Kommentar da!

 

Quelle: http://www.bustle.com/articles/162017-11-habits-of-mindful-people-that-everyone-should-consider-trying

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8 Gedanken zu “11 Ideen für einen achtsamen Lebensstil

  1. Eluin schreibt:

    Nicht einfach, aber sehr wertvoll. Ich merke selbst immer wieder, wenn es mir schlechter geht, war ich nicht achtsam. Umgekehrt merke ich, dass es bergauf geht, wenn ich besser auf mich achte und mir auch Zeit für mich nehme.

    Gefällt mir

    • Stephanie schreibt:

      Hallo Eluin. Ist dieser Zusammenhang nicht verrückt? Ich wundere mich manchmal, warum es mir schlecht geht – ach ja, nicht bei mir gewesen, sondern nur rumgerannt. Leider ist es auch so, dass, wenn es mir gut geht, ich glaube, das sei normal – und schwupps war’s das mit der Achtsamkeit. Einfach ist das wirklich nicht! LG Stephanie

      Gefällt 1 Person

      • Eluin schreibt:

        Liebe Stephanie,
        Ganz genau das! Vor allem auch der Punkt: mir geht es doch gut und schon vergesse ich wieder achtsam zu sein.
        Liebe Grüße
        Laura

        Gefällt mir

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