Heute schon achtsam gewesen? – oder: Mit Meditation dem Hamsterrad entkommen

Jeden Tag das gleiche Spiel. Wir stehen auf, putzen Zähne, frühstücken (oder auch nicht), duschen (oder auch nicht 😉 ), gehen zur Arbeit, Uni oder einkaufen, kommen nach Hause, essen etwas und schauen fern. Wieder ein Tag im Hamsterrad.

Und wie viel Aufmerksamkeit schenken wir dabei uns selbst?

Ich persönlich glaube, dass der Großteil der Menschen durch ihre Tage rennen wie im Hamsterrad. Es bleibt keine Zeit, in sich zu gehen und sich mit dem Körper in Einklang zu bringen. Oder sagen wir es so: Wir nehmen uns die Zeit nicht. Alles eine Frage der Priorität!

Ich habe bereits vor einiger Zeit festgestellt, dass das bei mir so nicht weitergehen kann. Mein Körper reagiert sehr sensibel auf Umwelteinflüsse, insbesondere, wenn ich Dinge tue oder Entscheidungen treffe, die nicht gut für mich sind. Bewusst merke ich das meist leider nicht. In solchen Fällen macht mich mein Körper in Form von Traurigkeit oder Magenschmerzen darauf aufmerksam.

Darum habe ich auch mit dem Meditieren angefangen. Es gibt mir die Möglichkeit, kurz innezuhalten und meinem Körper die Möglichkeit zu geben, mit mir zu kommunizieren.

Die Meditation gibt mir die Möglichkeit, zu pausieren. Mein Hamsterrrad kurz anzuhalten und mich danach zu fragen, ob ich denn wirklich rennen muss. Reicht nicht auch gehen? Will ich wirklich im Hamsterrad weiterlaufen oder könnte ich auch links oder rechts einfach raushüpfen?

Es ist schon erstaunlich, wie unachtsam wir durch die Welt gehen (oder eher rennen!). Uns fällt nicht einmal auf, wenn wir uns hinsetzen oder aufstehen. Wenn wir uns nicht einmal bei so etwas bewusst sind, wie sollen wir denn dann merken, wenn wir etwas tun, was nicht gut für uns ist?

Ich habe mir vor einer Weile die Meditations-App Headspace (leider nur auf Englisch verfügbar) heruntergeladen, die ich täglich nutze. Ein Abonnement dort ist teuer, aber meiner Meinung nach das Geld absolut wert. Man wird langsam in die Meditation eingeführt, in dem man die ersten 10 Tage jeweils 10min täglich meditiert. In den darauffolgenden 10 Tagen meditiert man 15min und in den letzten 10 Tagen des Basiskurses jeweils 20min am Tag. Dabei wird man vom Erfinder von Headspace, Andy Puddicombe, unterstützt, indem er die Übungen leitet und wertvolle Hilfestellungen gibt. Übrigens geht es mir inzwischen nach einer 20-minütigen Meditation manchmal so, dass ich gern noch weitermeditiert hätte.

Eine der Aufgaben, die man während des Basiskurses gestellt bekommt, lautet, im Alltag bewusst zu machen, wenn man sich hinsetzt oder aufsteht. Das klingt sehr einfach und ich lade dich ein, es mal auszuprobieren. Es ist nämlich viel schwieriger, als es klingt. Bei mir ist es oft so, dass ich häufig erst bei der nächsten Übung daran denke, dass ich ja eigentlich achtsam sein wollte.

Ich finde diese Übung jedoch sehr aufschlussreich. Sie zeigt mir, wie selten ich bei mir selbst bin. Ich hoffe, dass ich durch kontinuierliches Üben Fortschritte machen kann, um langfristig einen balancierten – ausgewogenen Lebensstil zu führen – unabhängig vom Hamsterrad!

Und, wie sieht es bei dir in Sachen Achtsamkeit aus? Hast du darüber überhaupt schon einmal nachgedacht? Bist du meist bei dir oder sind deine Gedanken überall verstreut? Welche Erfahrungen hast du mit Meditationsapps gemacht? Ich freue mich wie immer deine Meinung und Erfahrungen!

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5 Gedanken zu “Heute schon achtsam gewesen? – oder: Mit Meditation dem Hamsterrad entkommen

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